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Psychotherapeuten
Kammer NRW


Kammer für Psychologische
Psychotherapeuten
und Kinder- und Jugendlichen-
psychotherapeuten
Nordrhein-Westfalen
Montag, 12. November 2012

Bundesgesundheitsminister Bahr muss Ausbeutung beenden - Psychotherapeuten-Demos am 14. November in Köln und Münster


Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr muss endlich die Ausbeutung während der Psychotherapeutenausbildung beenden. Das fordern die Psychotherapeuten in Ausbildung (PiA) in NRW am 14. November auf Demonstrationen in Köln und Münster. Seit mehr als zehn Jahren arbeiten PiA während ihrer Ausbildung ein Jahr in psychiatrischen Krankenhäusern, ohne dafür ausreichend bezahlt zu werden.

„Die PiA-Honorare sind oft nicht mehr als ein Trinkgeld, das nicht für den Lebensunterhalt reicht“, kritisiert Monika Konitzer, Präsidentin der Psychotherapeutenkammer NRW, die Ausbeutung in den psychiatrischen Kliniken. „Es darf nicht mehr den Krankenhäusern überlassen bleiben, ob sie Psychotherapeuten in Ausbildung bezahlen oder nicht.“ Die Psychotherapeutenkammer NRW unterstützt deshalb den PiA-Protesttag am 14. November 2012 in NRW. In Münster startet u.a. um 15 Uhr ein Fahrradkorso vom Hauptbahnhof zum Wahlkreisbüro von Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr. In Köln demonstrieren die PiA ab 13 Uhr am Dom (Details: siehe Poster).

Zur gleichen Zeit finden auch in anderen deutschen Großstädten PiA-Demonstrationen gegen die schlechte Bezahlung während der Psychotherapeutenausbildung statt. Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr hatte am 17. November 2011 auf dem Deutschen Psychotherapeutentag zugesagt, noch in dieser Legislaturperiode eine umfassende Novellierung des Psychotherapeutengesetzes auf den Weg zu bringen, mit der u.a. eine leistungsgerechte Bezahlung der Psychotherapeuten in Ausbildung gesichert werden soll.

PiA absolvieren nach Abschluss eines Studiums eine postgraduale Ausbildung in Psychotherapie. Dazu gehört eine „praktische Tätigkeit“ im Umfang von 1.800 Stunden in psychiatrischen und psychosomatischen Kliniken. Während dieser Zeit arbeiten sie häufig in psychotherapeutischen Einzel- und Gruppengesprächen mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Diese praktische Tätigkeit wird aber meist nicht ausreichend vergütet. Die deutsche Psychotherapeutenschaft fordert deshalb seit langem eine Reform der Psychotherapeutenausbildung.


Downloads:
» Pressemitteilung [PDF-Dokument, 47 KB]
» Poster Köln [PDF-Dokument, 174 KB]
» Poster Münster [PDF-Dokument, 175 KB]


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