Gesundheitspolitische Ziele der neuen Landesregierung
Barbara Steffens (Bündnis 90/Die Grünen) ist die neue Gesundheitsministerin in NRW. Ihre gesundheitspolitischen Ziele formulierte die neue Landesregierung in ihrem Koalitionsvertrag „Gemeinsam neue Wege gehen“.
Eines der vordringlichen Ziele der neuen Gesundheitsministerin ist es, die psychosoziale Versorgung von Kindern und Jugendlichen zu verbessern. „Angesichts der Versäumnisse der letzten Jahre werden wir sehr zügig Maßnahmen einleiten“, kündigte Steffens an. Allen betroffenen Kindern, Jugendlichen und deren Familien müsse der Zugang zu bedarfsgerechten, zielgerichteten und vernetzten Hilfen ermöglicht werden. „Dabei ist dafür Sorge zu tragen, dass die Angebote vor Ort besser mit Schule, Familien- und Jugendhilfe koordiniert und abgestimmt werden. Den Ursachen der zunehmenden psychischen Erkrankungen von Kindern und Jugendlichen wollen wir dabei entgegenwirken.“ Unsere Gesellschaft müsse sich daran messen lassen, wie es gelingt, gesundheitsfördernde Lebens-, Wohn- und Arbeitsbedingungen zu realisieren.
Die neue Landesregierung will sich auch für bessere Arbeitsbedingungen für Ärzte und Psychotherapeuten einsetzen. Steffens kündigte an, „die Leistungserbringer in ihrem Bemühen um attraktivere und familienverträgliche Arbeitsbedingungen zu unterstützen“. Im Alltag von Psychotherapeuten existieren dafür nach Ansicht der Kammer NRW einige Ansatzpunkte, z.B. durch:
- angemessene Vergütung der Tätigkeit während der Ausbildung
- bessere Vertretungsmöglichkeiten bei Krankheit, Mutterschutz usw. und
- fexiblere Jobsharing- und Anstellungsmöglichkeiten
Ein aktuelles Anliegen der Psychotherapeutenkammer NRW findet sich bereits im rot-grünen Koalitionsvertrag: die Zulassung und Einstellungen von Psychotherapeuten mit interkulturellen Kompetenzen für eine bessere Versorgung von Migranten.
