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Bettnässen
Wiederholtes, meist nicht willentliches Entleeren von Urin am Tag und in der Nacht noch nach dem fünften Lebensjahr.
Es werden zwei verschiedene Formen unterschieden - dem nächtlichen Einnässen (Enuresis nocturna) und dem Einnässen tagsüber (und nachts), was als funktionelle Harninkontinenz bezeichnet wird und in den meisten Fällen auf einer Störung der Blasenfunktion beruht.
Das Einnässen kann seit Geburt erfolgen (primäre Enuresis nocturna) oder erst wieder aufgetreten, nachdem das Kind bereits eine Zeit (mehr als sechs Monate) seine Blase kontrollieren konnte (sekundäre Enuresis nocturna). Circa 16 Prozent der 5-Jährigen sind vom nächtlichen Einnässen betroffen. Der Anteil verringert sich bei 10-Jährigen auf circa zwei Prozent.
Bei der sekundären Enuresis nocturna treten häufig psychische Begleiterkrankungen auf. Von einer funktionellen Harninkontinenz sind circa zwei Prozent der 5-Jährigen betroffen. Die mangelnde Blasenkontrolle darf nicht Folge einer neurologischen Krankheit, epileptischer Anfälle oder einer Anomalie der Harnwege sein (keine organische Störung).
Siehe auch:
Störungen im Kindes- und Jugendalter, sonstige
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