Begutachtung psychisch reaktiver Traumafolgen in aufenthaltsrechtlichen Verfahren Teil I

Freitag, 11. Februar 2022, 16:00 bis 19:45 Uhr und
Samstag, 12. Februar 2022, 9:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Hotel Nikko, Immermannstr. 41, 40210 Düsseldorf
Teilnahmegebühr: 200 Euro | Fortbildungspunkte: 16

Im ersten Teil des Fortbildungscurriculums, das die PTK NRW in Kooperation mit der Ärztekammer Nordrhein anbietet, werden die rechtlichen Rahmenbedingungen der Begutachtung, Grundlagen und Spezifika der Diagnostik von Traumafolgestörungen, transkulturelle Aspekte der Begutachtung, Spezifika der Beziehungsgestaltung in der Begutachtungssituation und die Arbeit mittels Einsatz von Sprachmittlerinnen und Sprachmittlern behandelt.

Moderation:
Eva van Keuk, Dipl.-Psych., Psychologische Psychotherapeutin, Leitung Psychotherapie, Psychosoziales Zentrum für Flüchtlinge (PSZ) Düsseldorf
Veronika Wolf, Dipl.-Psych., Psychologische Psychotherapeutin, PSZ Düsseldorf

Programm Freitag Programm Samstag

Referentinnen und Referenten:
Dr. med. (YU) M. san. Ljiljana Joksimovic, Chefärztin der Abteilung für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, LVR-Klinik Viersen
Eva van Keuk, Dipl.-Psych., Psychologische Psychotherapeutin, Leitung Psychotherapie, PSZ Düsseldorf
Eike Leidgens, Dipl.-Psych., Medizinische Flüchtlingshilfe Bochum
Tom Siebertz, Volljurist, Verfahrensberater, PSZ Düsseldorf
Veronika Wolf, Dipl.-Psych., Psychologische Psychotherapeutin, PSZ Düsseldorf

Curriculum Begutachtung psychisch reaktiver Traumafolgen in aufenthaltsrechtlichen Verfahren

Geflüchtete Menschen, die bei uns Schutz suchen, haben häufig Bürgerkrieg, Verfolgung und Gewalt erlebt, ein Teil von ihnen leidet an psychisch reaktiven Traumafolgestörungen, die im Asylverfahren oftmals nur unzureichend bemerkt werden, was ihre Chancen einschränkt, einen sicheren Aufenthalt zu erhalten. Die Abklärung ihrer Erkrankungen erfordert spezifische Kenntnisse und Erfahrungen im Bereich Psychotraumatologie, Differenzialdiagnostik, transkultureller Kommunikation und Diagnostik unter Einbeziehung von Sprachmittler*innen. Untersucher*innen sollten entsprechend fortgebildet sein, die aktuellen wissenschaftlichen Forschungsergebnisse sowie die kulturspezifischen und rechtlichen Besonderheiten kennen und Erfahrung in der Beziehungsgestaltung mit schwer Traumatisierten in Diagnostik und Therapie haben. Vor diesem Hintergrund entwickelte eine fachübergreifende Arbeitsgruppe die „Standards zur Begutachtung psychotraumatisierter Menschen“ (SBPM), welche die Basis für dieses zweiteilige Curriculum bilden.
Das Curriculum bietet die Psychotherapeutenkammer NRW in Kooperation mit der Ärztekammer Nordrhein an.