Begutachtung psychisch reaktiver Traumafolgen in aufenthaltsrechtlichen Verfahren Teil II

Freitag, 20. August 2021, 16:00 bis 19:45 Uhr
Samstag, 21. August 2021, 9:00 Uhr bis 17:00 Uhr in Düsseldorf

Die Veranstaltung wurde abgesagt!
 

Der zweite Teil des Fortbildungscurriculums, das die PTK NRW in Kooperation mit der Ärztekammer Nordrhein anbietet, befasst sich mit Diagnose- und Explorationsmethoden unter dem Blickwinkel ihrer störungsspezifischen, geschlechts- und kulturbezogenen Anwendungsmöglichkeiten und Aussagekraft; zudem wird auf Möglichkeiten der Begutachtung kör-perlicher Folterfolgen eingegangen. Die Veranstaltung schließt mit Übungen zur Vorgehensweise und Gestaltung der Untersuchungssituation anhand konkreter Begutachtungsfälle ab.

Programm Freitag Programm Samstag Referentinnen und Referenten

Curriculum Begutachtung psychisch reaktiver Traumafolgen in aufenthaltsrechtlichen Verfahren

Geflüchtete Menschen, die bei uns Schutz suchen, haben häufig Bürgerkrieg, Verfolgung und Gewalt erlebt, ein Teil von ihnen leidet an psychisch reaktiven Traumafolgestörungen, die im Asylverfahren oftmals nur unzureichend bemerkt werden, was ihre Chancen einschränkt, einen sicheren Aufenthalt zu erhalten. Die Abklärung ihrer Erkrankungen erfordert spezifische Kenntnisse und Erfahrungen im Bereich Psychotraumatologie, Differenzialdiagnostik, transkultureller Kommunikation und Diagnostik unter Einbeziehung von Sprachmittler*innen. Untersucher*innen sollten entsprechend fortgebildet sein, die aktuellen wissenschaftlichen Forschungsergebnisse sowie die kulturspezifischen und rechtlichen Besonderheiten kennen und Erfahrung in der Beziehungsgestaltung mit schwer Traumatisierten in Diagnostik und Therapie haben. Vor diesem Hintergrund entwickelte eine fachübergreifende Arbeitsgruppe die „Standards zur Begutachtung psychotraumatisierter Menschen“ (SBPM), welche die Basis für dieses zweiteilige Curriculum bilden.

Das Curriculum bietet die Psychotherapeutenkammer NRW in Kooperation mit der Ärztekammer Nordrhein an. Die Teilnahme an der Fortbildung soll Interessierte dazu befähigen, entsprechend als Sachverständige gutachterlich tätig zu werden. Die PTK NRW führt eine Sachverständigenliste auf der Grundlage ihrer Verwaltungsvorschrift [PDF, 112 KB].

Für die Aufnahme in eine entsprechende Sachverständigenliste der PTK NRW sind der Teilnahmenachweis an beiden Teilen des Curriculums sowie die Erstellung von 3 Gutachten unter Supervision erforderlich.

Weitere Informationen zur Sachverständigentätigkeit und die Mitgliederberatung bei Fragen rund um die Antragstellung zur Listenaufnahme finden Sie hier.