Gender-Aspekte in der psychotherapeutischen Praxis

Samstag, 18. Dezember 2021, 9:00 bis 16:15 Uhr
Online | Teilnahmegebühr: 110 Euro
Fortbildungspunkte: 10
Teilnehmerzahl: 25

Die Veranstaltung ist ausgebucht!

Was ist in Bezug auf gendersensible bzw. -kompetente Psychotherapie zu beachten?  Gender bezeichnet die soziale Dimension des Geschlechts, also Rollen, Werte, Erwartungen und Kategorien, die an das Geschlecht gebunden sind. Solche Zuschreibungen finden ständig statt - auch im therapeutischen Prozess und sollten daher von Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten ausreichend reflektiert werden.

Besonders prominente Themenfelder, in denen damit verbundene Stereotypien und der Wunsch nach Selbstbestimmung zu Konflikten führen können, sind Sexualität, Kinderwunsch, Mutterschaft, elterliche Rollen- und Beziehungsvorstellungen. Gender-Aspekte haben zudem einen Einfluss darauf, wie Symptome artikuliert, Hilfen in Anspruch genommen, Diagnosen gestellt, Therapieziele formuliert und Therapien durchgeführt werden. Je nach Geschlechtszugehörigkeit von Patientin/Patient und Psychotherapeutin/Psychotherapeut werden diese „gender-aufgeladenen“ Themen unterschiedlich aufgefasst. Gerade um diese Verwobenheit nicht auszublenden, ist eine selbstreflexive Haltung in Bezug auf Geschlechtervorstellungen, theoretische Erklärungsmuster und eigene Projektionen unumgänglich und sollte daher auch von Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten ausreichend reflektiert werden.

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