Medienabhängigkeiten bei Kindern und Jugendlichen

Samstag, 20. Februar 2021, 9:00 bis 14:30 Uhr
Online | Teilnahmegebühr: 90 Euro
Fortbildungspunkte: 8

Die „digitale Nabelschnur" versorgt uns mittlerweile an jedem Ort und zu jeder Zeit zuverlässig auch mit emotionalen Nährstoffen. So können Social-Media-Anwendungen, Computerspiele und Cybersexangebote kompensatorisch aber passgenau tiefe menschliche Bedürfnisse und Sehnsüchte bedienen und gewissermaßen als psychische Prothese fungieren. Ein regelmäßiges Eintauchen in Bildschirmrealitäten kann eine machtvolle Eigendynamik entfalten - bisweilen mit sehr problematischen Auswirkungen auf Leib, Leben und Beziehungen. In Ansätzen diagnostisch erfasst, gilt es, medienbezogene Suchtphänomene verstärkt in den Blick zu nehmen und diesen in Prävention, Beratung und Therapie zu begegnen.

Programm

9:00 bis 14:30 Uhr
Pausenzeiten von 10:30 bis 11:00 Uhr und von 12:30 bis 13:00 Uhr 

Im Rahmen der Online-Fortbildung werden Behandlungsansätze bei Medienabhängigkeiten vorgestellt und anhand von Fallbeispielen vermittelt:

  • Grundsätzliche Überlegungen und Thesen zur Ausbreitung der virtuellen Realität in kindlichen und jugendlichen bzw. auch erwachsenen Lebenswelten
  • Computerspiele
    • Attraktoren
    • Belohnungsstrukturen, Auswirkungen auf Motivation und Bildungsprozesse
    • Suchtdynamik und andere Gefährdungspotentiale
    • Beratungstools für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen und deren Eltern 
  • Kommunikation im Netz
    • Attraktoren und Mechanismen
    • Mögliche Folgen für die Persönlichkeitsentwicklung und Beziehungsfähigkeit
    • Beratungstools für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen und deren Eltern
  • Internetpornografie
    • Grundlegendes Verständnis, Darstellung unterschiedlicher Positionen und Bewertungen
    • Verbreitung des Konsums
    • Erkenntnisse der Wirkungsforschung
    • Mögliche Problemkreise (Sucht, sexuelle Gewalt, Beeinträchtigungen in der Partnerschaft)
    • Umgang mit Betroffenen und Angehörigen in Beratung und Therapie
  • Arbeit mit Eltern
    • Medienmüdigkeit fördern
    • Hilfen für das Gespräch zwischen Eltern und Kindern

Referentin und Referent:
Tabea Freitag, Dipl.-Psych., Psychologische Psychotherapeutin, return Fachstelle Mediensucht, Hannover
Lucas Döbel, Sozialpädagoge (B.A.), return Fachstelle Mediensucht, Hannover