Neuropsychologie psychischer Störungen

Samstag, 8. Mai 2021, 9:00 bis 14:30 Uhr
Online | Teilnahmegebühr: 90 Euro
Fortbildungspunkte: 8

Psychische Störungen sind durch eine Reihe von strukturellen und funktionellen Veränderungen des Gehirns gekennzeichnet, die in den letzten Jahren zunehmend differenzierter beschrieben werden konnten. Die damit häufig einhergehenden kognitiven Auffälligkeiten, vorwiegend in den Bereichen Aufmerksamkeit, Gedächtnis und exekutive Funktionen, stellen nicht nur eine zusätzliche Belastung für die betroffenen Patienten und ihre Angehörigen dar, sondern können psychotherapeutisch und psychiatrisch tätigen Behandlern zu einem besseren Verständnis der oft komplexen Störungsbilder verhelfen.

Programm

9:00 bis 14:30 Uhr 
(Pausenzeiten von 10:30 bis 11:00 Uhr und 12:30 bis 13:00 Uhr)

Die Veranstaltung verfolgt primär das Ziel, einen wissenschaftlich fundierten Einblick in folgende Themenbereiche zu vermitteln:

  • Vermittlung der wichtigsten neuropsychologischen Störungsmodelle für häufige psychische Erkrankungen
  • Möglichkeiten und Grenzen der Nutzung neuropsychologischer Charakteristika zur Subtypisierung heterogener psychischer Störungsbilder, wie z.B. schizophrener Psychosen
  • Diskussion der Rolle neuropsychologischer Veränderungen als Vulnerabilitätsmarker für psychische Störungen und als Outcome-Prädiktor für das Ansprechen auf medikamentöse und psychotherapeutische Behandlung
  • Implikationen und Nutzen neurowissenschaftlicher Erkenntnisse für die psychotherapeutische Behandlung im ambulanten und stationären Behandlungssetting

Im Rahmen der Veranstaltung vorwiegend behandelte Störungsbilder:

  • Affektive Störungen
  • Schizophrenie
  • Abhängigkeitserkrankungen
  • Demenzielle Erkrankungen

Referentin:
PD Dr. Patrizia Thoma
, Dipl.-Psych., Psychologische Psychotherapeutin, Leiterin des Neuropsychologischen Therapie Centrums an der Ruhr-Universität Bochum