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Psychotherapeuten
Kammer NRW


Kammer für Psychologische
Psychotherapeuten
und Kinder- und Jugendlichen-
psychotherapeuten
Nordrhein-Westfalen

Was gilt für den Einsatz von Video und Telefon in der Psychotherapie?

 

Psychotherapeutische Versorgung per Video

 

Vertragspsychotherapeutinnen und Vertragspsychotherapeuten können auch im 4. Quartal 2020 unbegrenzt Videosprechstunden anbieten. Mit dieser Regelung soll Psychotherapie während der Corona-Pandemie weiterhin erleichtert werden. Auch die Sonderregelung, dass Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten mit Kassenzulassung psychotherapeutische Sprechstunden und probatorische Sitzungen (auch neuropsychologische Therapie) per Video durchführen können, wurde bis zum 31. Dezember 2020 verlängert. Für diese Sonderregelung wurde der Einheitliche Bewertungsmaßstab (EBM) so angepasst, dass die entsprechenden Gebührenordnungspositionen auch abgerechnet werden dürfen, wenn die Leistungen in einer Videosprechstunde durchgeführt wurden.


In besonderen Einzelfällen können in Praxen mit Kassenzulassung auch die diagnostische Einschätzung und die Einleitung von Psychotherapie per Video erfolgen. Im Regelfall erfordert die psychotherapeutische Sprechstunde zur Eingangsdiagnostik, Indikationsstellung und Aufklärung allerdings weiterhin unmittelbaren persönlichen Kontakt. Gruppentherapien können weiterhin derzeit nicht als Videobehandlung durchgeführt werden.


Informationen zur Videotherapie für Vertragspsychotherapeutinnen und Vertragspsychotherapeuten finden sich auf der Homepage der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) [externer Link].


Versicherte der privaten Krankenversicherung, die in ihren Verträgen auch psychotherapeutische Leistungen vereinbart haben, können weiterhin per Videotelefonat behandelt werden, ohne vorab die Genehmigung ihrer Krankenkasse einholen zu müssen. Die zugrundeliegenden gemeinsamen Abrechnungsempfehlungen von Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK), Bundesärztekammer (BÄK), dem Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) und der Beihilfe – ursprünglich befristet bis zum 30. Juni 2020 – wurden bis zum 31. Dezember 2020 verlängert. Informationen hierzu finden Sie in der BPtK-Webnews: Unbürokratische telefonische Beratung und Behandlung per Videotelefonat [externer Link] sowie in unserer Webnews Sonderregelungen für Privatversicherte: Unbürokratische telefonische Beratung und Behandlung per Videotelefonat.


Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, die über keine vertragspsychotherapeutische Zulassung verfügen und eine Videosprechstunde anbieten möchten, empfiehlt die Psychotherapeutenkammer NRW (PTK NRW), sich zunächst an den Vorgaben der KBV [externer Link] bezüglich der Möglichkeiten für den Einsatz der Videosprechstunde, den technischen Voraussetzungen und deren Umsetzung zu orientieren.

 

Psychotherapeutische Versorgung per Telefon

 

Die Sonderregelung, dass kassenzugelassene Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten auch telefonische Leistungen abrechnen konnten, wurde nicht wieder eingeführt. Sie war von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und dem Spitzenverband Bund der Krankenkassen (GKV-Spitzenverband) für das 2. Quartal 2020 vereinbart und für das 3. Quartal nicht verlängert worden.


In der psychotherapeutischen Versorgung privat krankenversicherter Patientinnen und Patienten können derzeit innerhalb eines Kalendermonats bis zu viermal 40-minütige telefonische Beratungen erstattet werden. Diese Regelung basiert auf einer Empfehlung der Bundesärztekammer (BÄK), der die private Krankenversicherung zugestimmt hat. Sie gilt zunächst bis zum 31. Juli 2020. (s.a. die PTK NRW-Webnews Sonderregelungen für Privatversicherte: Unbürokratische telefonische Beratung und Behandlung per Videotelefonat [externer Link] sowie die BPtK-Webnews Unbürokratische telefonische Beratung und Behandlung per Videotelefonat [externer Link].)

 

Hinweis zur Vorlage der elektronischen Gesundheitskarte

 

Bei Videosprechstunden mit unbekannten Patientinnen und Patienten hält die Versicherte oder der Versicherte die elektronische Gesundheitskarte in die Kamera, damit das Praxispersonal die Identität prüfen und die benötigten Daten aufnehmen kann. Bei Videosprechstunden und telefonischen Kontakten mit bekannten Patientinnen und Patienten entfällt die Vorlage der Karte; die Versichertendaten werden aus der Patientenakte übernommen. Ausführliche Informationen zum Umgang mit der elektronischen Gesundheitskarte im Rahmen der Corona-Sonderregelungen bietet die Internetseite der KBV [externer Link].

 

 

 

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