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Psychotherapeuten
Kammer NRW


Kammer für Psychologische
Psychotherapeuten
und Kinder- und Jugendlichen-
psychotherapeuten
Nordrhein-Westfalen

Was gilt für den Einsatz von Video und Telefon in der Psychotherapie?

 

Psychotherapeutische Versorgung per Video

 

Vertragspsychotherapeutinnen und Vertragspsychotherapeuten können auch im 3. Quartal 2020 unbegrenzt Videosprechstunden anbieten. Mit dieser Regelung soll Psychotherapie während der Corona-Pandemie weiterhin erleichtert werden. Auch die Sonderregelung, dass Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten mit Kassenzulassung psychotherapeutische Sprechstunden und probatorische Sitzungen (auch neuropsychologische Therapie) per Video durchführen können, wurde bis zum 30. September 2020 verlängert. Für diese Sonderregelung wurde der Einheitliche Bewertungsmaßstab (EBM) so angepasst, dass die entsprechenden Gebührenordnungspositionen auch abgerechnet werden dürfen, wenn die Leistungen in einer Videosprechstunde durchgeführt wurden.


In besonderen Einzelfällen können in Praxen mit Kassenzulassung auch die diagnostische Einschätzung und die Einleitung von Psychotherapie per Video erfolgen. Im Regelfall erfordert die psychotherapeutische Sprechstunde zur Eingangsdiagnostik, Indikationsstellung und Aufklärung allerdings weiterhin unmittelbaren persönlichen Kontakt. Gruppentherapien können derzeit nicht als Videobehandlung durchgeführt werden.


Informationen zur Videotherapie für Vertragspsychotherapeutinnen und Vertragspsychotherapeuten finden sich auf der Homepage der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) [externer Link].


Versicherte der privaten Krankenversicherung, die in ihren Verträgen auch psychotherapeutische Leistungen vereinbart haben, können derzeit per Videotelefonat behandelt werden, ohne dass sie vorab die Genehmigung ihrer Krankenkasse einholen müssen. Diese ursprünglich bis zum 30. Juni 2020 befristete Sonderregelung, auf die sich die Bundesärztekammer (BÄK), die Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK), der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) und die Beihilfe in einer gemeinsamen Abrechnungsempfehlung verständigt haben, wurde mittlerweile bis zum 30. September 2020 verlängert. Informationen hierzu finden Sie in der BPtK-Webnews: Unbürokratische telefonische Beratung und Behandlung per Videotelefonat [externer Link] sowie in unserer Webnews Sonderregelungen für Privatversicherte: Unbürokratische telefonische Beratung und Behandlung per Videotelefonat.


Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, die über keine vertragspsychotherapeutische Zulassung verfügen und eine Videosprechstunde anbieten möchten, empfiehlt die Psychotherapeutenkammer NRW (PTK NRW), sich zunächst an den Vorgaben der KBV [externer Link] bezüglich der Möglichkeiten für den Einsatz der Videosprechstunde, den technischen Voraussetzungen und deren Umsetzung zu orientieren.

 

Psychotherapeutische Versorgung per Telefon

 

Die von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und dem Spitzenverband Bund der Krankenkassen (GKV-Spitzenverband) vereinbarte Sonderregelung, nach der Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten mit Kassenzulassung im zweiten Quartal 2020 auch telefonische Leistungen abrechnen konnten, wurde für das 3. Quartal 2020 nicht verlängert.


In der psychotherapeutischen Versorgung privat krankenversicherter Patientinnen und Patienten können derzeit innerhalb eines Kalendermonats bis zu viermal 40-minütige telefonische Beratungen erstattet werden. Diese Regelung basiert auf einer Empfehlung der Bundesärztekammer (BÄK), der die private Krankenversicherung zugestimmt hat. Sie gilt zunächst bis zum 31. Juli 2020. (s.a. die PTK NRW-Webnews Sonderregelungen für Privatversicherte: Unbürokratische telefonische Beratung und Behandlung per Videotelefonat [externer Link] sowie die BPtK-Webnews Unbürokratische telefonische Beratung und Behandlung per Videotelefonat [externer Link].)

 

Hinweis zur Vorlage der elektronischen Gesundheitskarte

 

Bei Videosprechstunden mit unbekannten Patientinnen und Patienten hält die Versicherte oder der Versicherte die elektronische Gesundheitskarte in die Kamera, damit das Praxispersonal die Identität prüfen und die benötigten Daten aufnehmen kann. Bei Videosprechstunden und telefonischen Kontakten mit bekannten Patientinnen und Patienten entfällt die Vorlage der Karte; die Versichertendaten werden aus der Patientenakte übernommen. „Bekannt“ bedeutet, dass die Patientin oder der Patient zwischen dem 1. Oktober 2018 und dem 31. März 2020 mindestens einmal in der Praxis war. Ausführliche Informationen zum Umgang mit der elektronischen Gesundheitskarte im Rahmen der Corona-Sonderregelungen bietet die Internetseite der KBV [externer Link].

 

 

 

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