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Psychotherapeuten
Kammer NRW


Kammer für Psychologische
Psychotherapeuten
und Kinder- und Jugendlichen-
psychotherapeuten
Nordrhein-Westfalen

Einkommensabhängige Beitragsordnung



Die PTK NRW erhebt einen Kammerbeitrag, der sich aus einem für alle Mitglieder einheitlichen Grundbetrag sowie einem einkommensabhängigen Beitragsteil zusammensetzt. Der einkommensabhängige Beitragsteil wird durch einen einheitlichen Prozentsatz – dem Hebesatz – ermittelt. Die einkommensorientierte Beitragsordnung führte die PTK NRW erstmals zum 01.01.2016 ein. Sie löste die bis dahin geltende Erhebung eines für jedes Mitglied gleichen Regelbeitrags ab.

Im Vorfeld der Umstellung auf die einkommensorientierte Beitragsordnung wurde mithilfe einer konservativen Schätzung der Beitragserlöse ein Hebesatz in Höhe von 0,7 % festgelegt – die finanzielle Beanspruchung durch den Kammerbeitrag sollte so niedrig wie möglich bleiben. Im Sommer 2015 zeigte sich jedoch: Viele Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten verdienen tatsächlich wenig und sogar weniger, als sie selbst in einer 2012 von der Kammer durchgeführten Umfrage geschätzt hatten. Leider hatte das auch ein strukturelles Haushaltsdefizit von fast 585.000 EUR zur Folge. Der Finanzbedarf der Kammer war somit nicht annähernd ausreichend gedeckt.


Die Kammerversammlung der PTK NRW beschloss daher in ihrer Sitzung am 31.10.2015 eine Änderung der Beitragsordnung, die am 01.01.2016 in Kraft trat. Eingeführt wurde, dass zusätzlich zu dem einkommensabhängigen Beitrag ein sogenannter Grundbeitrag von 70,00 EUR erhoben wird. Er ist unabhängig von etwaigen Einkünften aus psychotherapeutischer Tätigkeit von allen Kammerangehörigen zu zahlen.

Die Einführung eines Grundbeitrags wurde aus folgenden Erwägungen beschlossen:


Die PTK NRW muss für jede approbierte Psychotherapeutin/jeden approbierten Psychotherapeuten einen Beitrag von 60,00 EUR an die Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) entrichten. Die berufspolitische Arbeit der BPtK auf Bundesebene dient der Stärkung des Berufsstandes im Allgemeinen und im Hinblick auf bundesgesetzliche Vorhaben im Besonderen. Sie ist daher für alle Approbierten von erheblicher Bedeutung. Zusätzlich ist die PTK NRW verpflichtet, jeder Kammerangehörigen/jedem Kammerangehörigen das Psychotherapeutenjournal als Mitteilungsblatt der Kammer zukommen zu lassen, da dort gemäß § 17 der Satzung der PTK NRW die Veröffentlichungen der Kammer erfolgen. Die Kosten hierfür belaufen sich auf ca. 10,00 EUR pro Kammerangehöriger/Kammerangehörigen. In der Summe entstehen der PTK NRW für jedes Kammermitglied durchlaufende Kosten in Höhe von 70,00 EUR.


Nach wie vor besteht für den Kammerbeitrag und auch für den Grundbeitrag die Möglichkeit einer Beitragsermäßigung bzw. Beitragsbefreiung zur Vermeidung unzumutbarer Härten aufgrund besonderer persönlicher Umstände oder wirtschaftlicher Notlage. Die PTK NRW wird hier auf Antrag im Einzelfall prüfen.



Und so funktioniert es:

 

Das Verfahren

 

Zu Beginn des Jahres 2019 werden wir Ihnen die für die Beitragsveranlagung notwendigen Unterlagen übersenden. Bitte senden Sie uns Ihre Selbsteinstufung bis zum 1. März 2019 zurück und erteilen Sie uns eine Einzugsermächtigung. Alternativ können Sie den entsprechenden Kammerbeitrag innerhalb eines Monats überweisen.

 

Die Berechnung des Kammerbeitrags

 

Kammerbeitrag = Grundbeitrag + einkommensabhängiger Beitragsteil

 

a) Der Grundbeitrag

Der Grundbeitrag beträgt 70,00 EUR und ist grundsätzlich von allen Kammerangehörigen zu zahlen.

 

b) Der einkommensabhänge Beitragsteil

Bei der Berechnung des einkommensabhängigen Beitragsteils werden die Einkünfte aus selbständiger und/oder nichtselbständiger psychotherapeutischer Tätigkeit des vorvergangenen Jahres (Bemessungsjahr) zugrunde gelegt. Der Hebesatz beträgt nach wie vor 0,7 %.

 

Wie ermittle ich meine Einkünfte aus selbständiger und/oder nichtselbständiger Tätigkeit?

 

Für das Beitragsjahr 2019 sind Ihre psychotherapeutischen Einkünfte aus dem Jahr 2017 (Bemessungsjahr) relevant.

Die Höhe dieser Einkünfte entnehmen Sie Ihrem Einkommensteuerbescheid 2017. Sofern Sie ausschließlich angestellt tätig sind und nicht verpflichtet sind, eine Einkommensteuererklärung abzugeben, entnehmen Sie den Wert bitte aus Ihrem Ausdruck der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung für 2017. Es ist der Betrag „Nr. 3 Bruttoarbeitslohn einschl. Sachbezüge ohne 9. und 10.“

 

Beispiel:

Muster eines Einkommenssteuerbescheides

 

Entscheidend sind Ihre „Einkünfte aus selbständiger Arbeit“ bzw. „Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit“. Diese sind im Beispiel grau markiert.

 

Finanzamt Musterstadt

IdNr. 12 345 678 901

Steuernummer 546/2345/678

 

Bescheid

für 2017 über Einkommensteuer

und Solidaritätszuschlag

Festsetzung

XXX

Berechnung des zu versteuernden Einkommens

Einkünfte aus selbständiger Arbeit

aus freiberuflicher Tätigkeit 46.800

______

Einkünfte 46.800

Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit

Bruttoarbeitslohn 33.900

ab

Werbungskosten

Entfernungspauschale -1.258

Aufwendungen für Arbeitsmittel -523

übrige Werbungskosten -228

______

Einkünfte 31.891

Einkünfte aus Kapitalvermögen

- irrelevant

Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung

- irrelevant

Gesamtbetrag der Einkünfte (irrelevant) XX.XXX

(…)

 

Abzug bei den Einkünften aus selbständiger Arbeit

 

Bei Ihren Einkünften aus selbständiger Tätigkeit können 20 % (entsprechend dem Arbeitgeberanteil zur gesetzlichen Sozialversicherung) höchstens jedoch 15.240,00 € (20 % des im Bemessungsjahr geltenden sozialversicherungsrechtlichen Höchstbetrags) abgezogen werden.

 

Beispielberechnung

 

Einkünfte aus selbständiger Arbeit: 46.800

Abzug von 20 %: -9.360

-------------------------------------------------------------------------

37.440

zzgl.

Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit: 31.891

-------------------------------------------------------------------------

beitragsrelevante Einkünfte: 69.331

 

Es liegen damit Einkünfte im Bemessungsjahr in Höhe von 69.331,00 EUR vor. Bei Anwendung des Hebesatzes (0,7 %) beträgt der einkommensabhängige Beitragsteil damit 455,00 EUR (vgl. Beitragsstufen).

 

c) Der Kammerbeitrag

 

Der Kammerbeitrag beträgt in der Beispielrechnung also:

 

70,00 EUR + 455,00 EUR = 525,00 EUR



Einkünfte im Bemessungsjahr

einkommensabhängiger Beitragsteil
Hebesatz: 0,7 %

Grundbeitrag

Kammerbeitrag
gesamt

0        bis 10.000 0,00 € 70,00 € 70,00 €

10.001 bis 15.000

70,00 € 70,00 €

140,00 €

15.001 bis 20.000

105,00 € 70,00 €

175,00 €

20.001 bis 25.000

140,00 € 70,00 €

210,00 €

25.001 bis 30.000

175,00 € 70,00 €

245,00 €

30.001 bis 35.000

210,00 € 70,00 €

280,00 €

35.001 bis 40.000

245,00 € 70,00 €

315,00 €

40.001 bis 45.000

280,00 € 70,00 €

350,00 €

45.001 bis 50.000

315,00 € 70,00 €

385,00 €

50.001 bis 55.000

350,00 € 70,00 €

420,00 €

55.001 bis 60.000

385,00 € 70,00 €

455,00 €

60.001 bis 65.000

420,00 € 70,00 €

490,00 €

65.001 bis 70.000

455,00 € 70,00 €

525,00 €

70.001 bis 75.000

490,00 € 70,00 €

560,00 €

75.001 bis 80.000

525,00 € 70,00 €

595,00 €

80.001 bis 85.000

560,00 € 70,00 €

630,00 €

85.001 bis 90.000

595,00 € 70,00 €

665,00 €

90.001 bis 95.000

630,00 € 70,00 €

700,00 €

95.001 bis 100.000

665,00 € 70,00 €

735,00 €

100.001 und mehr

700,00 € 70,00 €

770,00 €



Die wichtigsten Fragen und Antworten haben wir Ihnen als FAQ auf einem extra Blatt zusammengestellt.

 

Für die Erhebung des Kammerbeitrages werden personenbezogene Daten verarbeitet. Genauere Informationen hierzu erhalten Sie in unseren „Informationen zur Datenverarbeitung (Beitragsverwaltung)“, die Sie rechts unter Download als PDF herunterladen können.

Downloads:
» FAQ zum Beitrag [PDF-Dokument, 71 KB]
» FAQ für Neuapprobierte [PDF-Dokument, 32 KB]
» Informationen zum Ausfüllen des Selbsteinstufungsbogens [PDF-Dokument, 188 KB]


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