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Psychotherapeuten
Kammer NRW


Kammer für Psychologische
Psychotherapeuten
und Kinder- und Jugendlichen-
psychotherapeuten
Nordrhein-Westfalen

Coronavirus: Hilfe in der Krise



Coronakrise: Informationen für die Bevölkerung

Die Coronakrise betrifft die gesamte Bevölkerung und bringt in kurzer Zeit umfassende Veränderungen des Alltagslebens mit sich. Bei vielen Menschen führt die ungewohnte Situation zu Verunsicherung, Sorgen und Ängsten. Wenn die seelische Belastung die eigenen Bewältigungsmöglichkeiten überfordert, ist es sinnvoll, psychotherapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Gegebenenfalls sind hierfür auch Videotelefonate möglich.

 

Die psychotherapeutische Beratung und Behandlung kann trotz Ausgangsbeschränkungen und Kontaktverboten grundsätzlich weiter in den psychotherapeutischen Praxen stattfinden. Die Praxen halten alle Hygienestandards ein, die für Termine von Angesicht zu Angesicht notwendig sind. Wem es nicht möglich ist, in die Praxis zu kommen, kann eine Behandlung per Video oder, wenn dies nicht umsetzbar ist, per Telefon angeboten bekommen.

 

Kontaktdaten von Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten in Ihrer Region finden Sie über die NRW-Psychotherapeutensuche oder die Suchfunktion der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein (KVNO) [externer Link] und der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL ) [externer Link].

 

Die Terminservicestellen [externer Link] vermitteln innerhalb einer bestimmten Frist einen Termin bei einer Psychotherapeutin oder einem Psychotherapeuten. Die Terminservicestellen sind auch unter der bundesweit einheitlichen Telefonnummer 116 117 zu erreichen.


Wer erstmals aufgrund psychischer Beschwerden Hilfe bei einer Psychotherapeutin oder einem Psychotherapeuten sucht, muss zunächst eine psychotherapeutische Sprechstunde wahrnehmen. Sie kann in der Praxis oder als Videogespräch stattfinden. Grundsätzliche Informationen über die Schritte zur ambulanten Psychotherapie finden Sie in unserer Broschüre Wege zur Psychotherapie.

 

Hinweise für den Alltag

 

Grundsätzlich wird empfohlen, sich in angemessenen Abständen über vertrauenswürdige Quellen wie beispielsweise das Robert Koch-Institut (RKI) [externer Link] oder die Gesundheitsbehörden über den Sachstand und die Maßnahmen hinsichtlich der Coronavirus-Pandemie zu informieren. Falls möglich, sollte auf eine relativ feste Tagesstruktur mit Zeit für angenehme Aktivitäten und Gedanken oder Erinnerungen geachtet werden. Für das seelische Wohlbefinden sind zwischenmenschliche Beziehungen von großer Bedeutung. Da der direkte Kontakt derzeit eingeschränkt ist, bieten sich gegebenenfalls Alternativen zum persönlichen Gespräch z. B. über Telefon, Facetime, Skype, Handynachrichten oder Briefe an.

 

In der aktuellen Situation kann es unter Umständen zu mehr Konflikten in Familien oder anderen Gemeinschaften kommen, nicht zuletzt durch unsichere Zukunftsperspektiven und ungewohnte räumliche Nähe über längere Zeit. Es kann hilfreich sein, bei ersten Anzeichen von Streitigkeiten räumlichen Abstand einzunehmen und nach einer gewissen Zeit zu versuchen, ein konstruktives Gespräch aufzunehmen. Bei heftigeren Auseinandersetzungen ist die Hilfe der Polizei oder des Ordnungsamtes in Anspruch zu nehmen.

 

Besondere Herausforderungen im Umgang mit der aktuellen Situation ergeben sich auch für Kinder und Jugendliche, die ganz unterschiedlich auf Belastungen reagieren können. Häufig hilft ihnen körperliche Bewegung und Spiel beim Stressabbau. Wie bei Erwachsenen ist es auch bei Kindern und Jugendlichen ratsam, den Medienkonsum in Grenzen zu halten und Alternativen mit klarer Tagesstruktur zu finden. Wichtig ist, dass Kindern und Jugendlichen Gelegenheit geboten wird, über ihre Belastungen zu sprechen. Die Bezugspersonen sollten sich bemühen, mit Geduld und Zuwendung zu reagieren und altersgemäß zu informieren.

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