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Psychotherapeuten
Kammer NRW


Kammer für Psychologische
Psychotherapeuten
und Kinder- und Jugendlichen-
psychotherapeuten
Nordrhein-Westfalen

19. Mai 2008

Beitragsordnung: OVG NRW stützt Rechtsauffassung der PTK NRW zur Frage, was Berufsausübung im Sinne der Beitragsordnung ist.


Die Anträge auf Zulassung der Berufung gegen drei Urteile des VG Arnsberg, nach denen die Heranziehung zum Kammerbeitrag bei einem Leiter einer Erziehungsberatungsstelle rechtmäßig war, wurden nicht zugelassen.


Der Senat stellt klar, dass der kammerrechtliche Begriff der Berufsausübung im Bereich des Heilberufsrechts regelmäßig weiter auszulegen ist als derjenige im Sinne des Approbationsrechts und dass eine psychotherapeutische Berufsausübung im Sinne der Beitragsordnung der Psychotherapeutenkammer NRW vorliegt, wenn das betreffende Kammermitglied eine Tätigkeit ausübt, bei der Kenntnisse, die Voraussetzung für die Approbation waren, eingesetzt oder mitverwendet werden oder werden können. Ausgehend von diesem Begriffsverständnis unterliege es keinen durchgreifenden Bedenken, dass das Verwaltungsgericht im Hinblick auf die Tätigkeit des Klägers als Leiter einer Erziehungsberatungsstelle eine psychotherapeutische Tätigkeit im Sinne der Beitragsordnung der Beklagten bejaht hat. Darauf, ob der Kläger psychotherapeutisch im Sinne von § 1 Abs. 3 PsychThG tätig ist, komme es ebenso wenig an wie auf den Umstand, dass er für seine Berufstätigkeit einer Approbation als Psychotherapeut nicht bedarf.

Den Beschluss des OVG NRW, 5 A 4699/05 vom 24.04.2008, können Sie sich als pdf-Datei hier herunterladen [PDF-Dokument, 138KB]


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