Aktuelle Umfragen

Umfrage zur Nutzung von Sprachmittlung in der ambulanten psychotherapeutischen Versorgung

Menschen, die nicht oder nicht ausreichend gut Deutsch sprechen – beispielsweise viele Geflüchtete – benötigen für das Gespräch mit einer Psychotherapeutin bzw. einem Psychotherapeuten oder einer Ärztin bzw. einem Arzt professionelle Übersetzende und Dolmetschende mit möglichst interkulturellen Kenntnissen („Sprach- und Kulturmittelnde“). Die Bundesweite Arbeitsgemeinschaft der Psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer (BAfF) setzt sich daher für einen gesetzlichen Anspruch auf professionelle Sprachmittlung in der Gesundheitsversorgung ein. (S. a. das Positionspapier „Sprachmittlung als Leistung ins SGB V aufnehmen“ [PDF, 219 KB] von der Bundespsychotherapeutenkammer und der Bundesweiten Arbeitsgemeinschaft der Psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer.)

Bisher liegen jedoch noch unzureichende Daten darüber vor, wie Sprachmittlung speziell in der ambulanten psychotherapeutischen Versorgung genutzt wird und welche Herausforderungen sich dabei ergeben. Um einen besseren Überblick über die aktuellen Verhältnisse zu erhalten, hat die Arbeitsgemeinschaft eine Umfrage zur Nutzung und Finanzierung von Sprachmittlung in der ambulanten psychotherapeutischen Versorgung gestartet und bittet Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten um ihre Mitwirkung. Die anonym durchgeführte Kurz-Umfrage nimmt 5-10 Minuten Zeit in Anspruch und läuft bis zum 15. August 2021.

Hier können Interessierte an der Umfrage teilnehmen [externer Link].


Studie zur ambulanten psychotherapeutischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen in der Corona-Pandemie

Die Corona-Pandemie hat Auswirkungen auf das Leben von Kindern und Jugendlichen wie auch auf ihre psychotherapeutische Behandlung. An den Universitäten Leipzig und Koblenz-Landau wird eine Studie durchgeführt, mit der die Situation in der ambulanten psychotherapeutischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen in Deutschland sowie Veränderungen und Probleme durch die Pandemie abgebildet werden sollen.

An der ambulanten Versorgung von Kindern und Jugendlichen beteiligte Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten werden u. a. zu Veränderungen im Aufkommen von Patientinnen und Patienten, Wartezeiten auf Erstgespräche und Behandlungsplätze sowie Barrieren in der Versorgung bzw. in der kollegialen Zusammenarbeit befragt. Außerdem werden Auswirkungen der Pandemie auf die psychische Gesundheit der jungen Patientinnen und Patienten und auf Versorgungsformate wie z. B. die Videosprechstunde erfasst.

Die anonym durchgeführte Online-Umfrage dauert ca. 15 Minuten und läuft bis zum 31. August 2021. Hier können Interessierte an der Umfrage teilnehmen https://ww2.unipark.de/uc/Team_KJP/27ba/ [externer Link].


Online-Befragung zu Einstellungen zur psychotherapeutischen Behandlung älterer Menschen

In Deutschland finden ältere Menschen im Allgemeinen und insbesondere Bewohnende von Pflegeheimen oft schwer Zugang zur psychotherapeutischen Versorgung. Hintergründe dazu werden im Rahmen des DAVOS-Projektes („Depression im Altenpflegeheim: Verbesserung der Behandlung durch ein gestuftes kollaboratives Versorgungsmodell“) der Abteilung für Klinische Psychologie und Psychotherapie der Goethe Universität Frankfurt erforscht.

Neben strukturellen und praktischen Hindernissen werden Einstellungen und Erfahrungen von Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten bezüglich der Arbeit mit älteren Menschen erfasst. Die Ergebnisse der Befragung sollen genutzt werden, um praktikable Ansatzpunkte zur Schließung der bestehenden Versorgungslücke herauszuarbeiten.

Die Studie richtet sich an Psychologische Psychotherapeutinnen und Psychologische Psychotherapeuten. Die Datenerhebung erfolgt anonym, nimmt ca. 15 Minuten in Anspruch und wird bis zum 31. August 2021 durchgeführt. Den Link zur Mitwirkung finden Sie hier: https://ww3.unipark.de/uc/f_uni_sozpsy_LS_Klinische/cf84/ [externer Link].