Umfragen und Studienteilnahme
In der folgenden Übersicht stellt die Psychotherapeutenkammer Nordrhein-Westfalen ausgewählte laufende Studien vor, die für die psychotherapeutische Versorgung relevante Fragestellungen verfolgen. Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten können bei Interesse an den Studien mitwirken. Für den Inhalt der Forschungsvorhaben sind ausschließlich die wissenschaftlichen Leitungen der Projekte zuständig.
- Online-Studie „Shared Decision Making in der Gesundheitsversorgung von Kindern und Jugendlichen“ des Universitätsklinikums Düsseldorf
Wie ist es um die Einbindung von Kindern und Jugendlichen in gesundheitsbezogene Entscheidungen bestellt und wie kann Shared Decision Making (SDM) in der gesundheitlichen Versorgung junger Menschen verbessert werden? Dieser Frage geht die am Universitätsklinikum Düsseldorf durchgeführte Online-Erhebung „Shared Decision Making in der Gesundheitsversorgung von Kindern und Jugendlichen“ nach.
Mit einem Online-Fragebogen richtet sich das Forschungsteam hierfür an Fachkräfte ab 18 Jahren, die ihre Ausbildung/ihr Studium abgeschlossen haben und ihre berufliche Tätigkeit in der Gesundheitsversorgung von Kindern und Jugendlichen in Deutschland ausüben. Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten können über den Fragebogen ihre Expertise, Erfahrungen und Einschätzungen in Bezug auf SDM einbringen und so dazu beitragen, klinische Entscheidungsprozesse kind- und familiengerecht zu reflektieren und weiterzuentwickeln.
Die Befragung ist eine Teilstudie des vom Innovationsfond des Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) geförderten Projekts PedSDM (Pediatric Shared Decision Making). Über den Fachkräfte-Fragebogen wollen die Forschenden Einblicke in Wissen, selbst eingeschätzte Kompetenzen und Einstellungen zu SDM bei Fachkräften in verschiedenen Versorgungssettings für Kinder und Jugendliche gewinnen. Die Sicht der Fachkräfte soll auch helfen, zentrale Barrieren und fördernde Faktoren für die Umsetzung von SDM zu identifizieren.
Auf der Grundlage einer integrierten Interpretation der Studienergebnisse sollen praxisnahe Empfehlungen zur Stärkung von SDM und Partizipation entwickelt werden. Langfristig soll die Gesundheitsversorgung von Kindern und Jugendlichen verbessert werden.
Die Teilnahme ist bis zum 15. Mai 2026 möglich.
Der Fragebogen kann hier online ausgefüllt werden [externer Link]. Die Bearbeitung der Fragen nimmt circa 10 Minuten in Anspruch. Datenerhebung erfolgt anonym.
- Online-Studie „Prävention in der ambulanten Psychotherapie – Befragung zu Haltungen und Wünschen“
Präventive Angebote können einen wichtigen Beitrag zur psychischen Gesundheit leisten – die konkrete Umsetzung in der ambulanten Versorgung ist bislang jedoch nicht systematisch geklärt. Um diese Lücke näher zu beleuchten, widmet sich die bundesweite Online-Studie „Prävention in der ambulanten Versorgung – Befragung zu Haltungen und Wünschen“ der RPTU Kaiserslautern-Landau in Kooperation mit der Universität Heidelberg diesem Thema.
Ziel der Studie ist es, Einschätzungen von Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten zum Bedarf, zu strukturellen Rahmenbedingungen sowie zu möglichen Hürden präventiver psychotherapeutischer Arbeit zu erfassen. Die Befragung richtet sich an Psychologische Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten sowie an Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutinnen und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten aller Verfahren in Deutschland.
Die Datenerhebung erfolgt über eine anonyme Online-Befragung mit einer Bearbeitungszeit von rund zehn Minuten. Im Fokus stehen unter anderem Fragen zum Bedarf an präventiven Angeboten, zu bestehenden Hindernissen sowie zu strukturellen und finanziellen Rahmenbedingungen präventiver psychotherapeutischer Arbeit. Die Teilnahme ist noch bis zum 31. Mai 2026 möglich. Die Ergebnisse sollen in Fachzeitschriften veröffentlicht werden und zur Weiterentwicklung präventiver Ansätze in Praxis und Forschung beitragen.
Wer an der Studie teilnehmen möchte, findet die Online-Befragung der RPTU Kaiserslautern-Landau unter diesem Link.
- Online-Studie „VERANDA“ zur Entwicklung anonymer Therapieangebote
Wie können digitale Angebote dazu beitragen, den Zugang zur Psychotherapie zu erleichtern? Und welche Anforderungen müssen solche Angebote aus Sicht von Behandelnden erfüllen? Mit diesen Fragen befasst sich die Online-Studie „VERANDA“ der Charité – Universitätsmedizin Berlin.
Das Projekt zielt darauf ab, ein anonymisiertes digitales Therapiesystem zu entwickeln, das Barrieren für den Zugang zur psychotherapeutischen Versorgung verringern soll. Im Rahmen der Studie werden Perspektiven zu Bedarfen und Anforderungen an anonyme Online-Fernbehandlung erhoben. Die Befragung richtet sich an Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten aller Verfahren, die Erfahrungen in der Behandlung von Patientinnen und Patienten aus stigmatisierten Gruppen haben – etwa im Kontext von sexuellen Interessen an Kindern, Sexarbeit, Trans- und Geschlechtsdiversität oder Erfahrungen von sexuellem Missbrauch.
Die Datenerhebung erfolgt über eine anonyme Online-Befragung mit einer Bearbeitungszeit von rund 20 bis 25 Minuten. Ziel ist es, bestehende Hürden beim Zugang zur psychotherapeutischen Versorgung besser zu verstehen und Anforderungen an niedrigschwellige, anonymisierte Versorgungsangebote abzuleiten, um deren praktische Umsetzbarkeit besser einschätzen zu können. Für die Teilnahme stehen unterschiedliche Fragebogenversionen zur Verfügung – je nachdem, mit welchen Patientengruppen die Teilnehmenden arbeiten. Die Teilnahme ist bis zum 14. Mai möglich. Das Vorhaben wird vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gefördert.
Interessierte finden die themenspezifischen Fragebögen unter den angegebenen Links, jeweils bezogen auf unterschiedliche Patientengruppen:
- Online-Studie „Bezugspersonen in der Psychotherapie“ der Universität Mainz
Psychotherapeutische Behandlungen finden selten isoliert statt – das soziale Umfeld von Patientinnen und Patienten spielt häufig eine wichtige Rolle, wird jedoch in der Praxis unterschiedlich einbezogen. An dieser Stelle setzt die Studie „Bezugspersonen in der Psychotherapie“ an: Sie wird an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz durchgeführt und will beleuchten, wie Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten die Einbindung von Bezugspersonen konkret handhaben.
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie verbreitet der Einbezug von Bezugspersonen ist und in welchen Konstellationen er tatsächlich umgesetzt wird. Um die Unterschiede nachvollziehen zu können, wird untersucht, welche Rahmenbedingungen und persönlichen Einschätzungen dabei eine Rolle spielen – etwa im Hinblick auf förderliche und hinderliche Faktoren sowie auf den wahrgenommenen Einfluss auf den Therapieverlauf. Die Befragung richtet sich an Psychologische Psychotherapeutinnen und Psychologische Psychotherapeuten, an Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutinnen und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten; auch Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten in Aus- und Weiterbildung können teilnehmen.
Die Datenerhebung erfolgt über eine anonyme Onlinebefragung und dauert zwischen fünf und zehn Minuten. Neben Fragen zu Erfahrungen mit dem Einbezug von Bezugspersonen werden auch Einschätzungen dazu erhoben, inwieweit Aus- und Weiterbildung entsprechende Inhalte einbeziehen. Die Teilnahme ist bis einschließlich 30. Mai 2026 möglich.
Weitere Informationen sowie den Zugang zur Befragung finden Interessierte unter diesem Link.
- Studie der Universität Witten/Herdecke zu visuellen und taktilen Körperrepräsentationen bei Körperdysmorpher Störung
Wie unterscheidet sich die Körperwahrnehmung von Menschen mit einer Körperdysmorphen Störung (KDS) von der Körperwahrnehmung psychisch gesunder Menschen? Diese Frage verfolgt das an der Universität Witten/Herdecke laufende Forschungsprojekt „BDD-VITAC“. Insbesondere wird untersucht, wie Personen mit einer KDS visuelle und taktile Informationen verarbeiten. Ziel ist, mehr darüber zu erfahren, welche Aspekte der Körperrepräsentation bei den Betroffenen verzerrt sind. Das Projekt findet in Partnerschaft mit der Universität Bielefeld statt und wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert.
Teilnehmen können Erwachsene ab 18 Jahren, die vermuten oder wissen, dass sie eine KDS haben oder die psychisch gesund, aber sehr unzufrieden mit dem Aussehen ihres Gesichts sind. Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, die geeignete Studienteilnehmende vermitteln können, werden gebeten, bis Juni 2027 mit dem Projektteam Kontakt aufzunehmen: per E-Mail an bdd-vitac@uni-wh.de oder telefonisch unter 02302 / 926-78672.
Die Studienteilnehmenden werden nach einem ersten Telefontermin (ca. 30 min) und der Beantwortung von Fragebögen einmalig zu einem zwei- bis dreistündigen Termin in die Universität Witten/Herdecke eingeladen. Vor Ort absolvieren sie ein Interview und Aufgaben vornehmlich zu ihrer visuellen und taktilen Wahrnehmung.
Die über das Projekt gewonnenen Ergebnisse sollen den Forschungsstand verbessern und Hinweise liefern, wie die psychotherapeutische Behandlung von Menschen mit KDS langfristig verbessert werden kann.
- Online-Studie „Einstellungen gegenüber digitalen Gesundheitsanwendungen“ der Universität Siegen
Wie werden digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) in der Praxis wahrgenommen, eingesetzt und verordnet? Um dies genauer zu untersuchen, wendet sich die Universität Siegen mit einem Fragebogen gezielt an Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten (auch in Ausbildung) sowie an Ärztinnen und Ärzte für Psychiatrie und Allgemeinmedizin.
Ziel ist, Einstellungen, Nutzungserfahrungen und mögliche Barrieren im Umgang mit DiGA besser zu verstehen. Die Erkenntnisse aus der Studie sollen dazu beitragen, digitale Angebote künftig passgenauer in die Versorgung von Patientinnen und Patienten zu integrieren und die digitale Gesundheitsversorgung weiterzuentwickeln. Das Forschungsprojekt wird ohne außeruniversitäre Fördermittel und ohne Firmenkooperationen durchgeführt.
Interessierte können den Online-Fragebogen hier aufrufen und online ausfüllen [externer Link]. Vorwissen oder eigene Erfahrungen mit DiGA sind dafür nicht erforderlich. Die Bearbeitung der Fragen nimmt etwa 15 Minuten in Anspruch, die Datenerhebung erfolgt anonym. Die Teilnahme ist bis Januar 2027 möglich.
- Online-Befragung von Leistungserbringenden in der Versorgung von Personen mit psychischen Erkrankungen zur Evaluation des Entlassmanagements
Ein an der Charité - Universitätsmedizin Berlin angelaufenes Studienprojekt evaluiert das Entlassmanagement bei Menschen mit psychischen Erkrankungen aus Sicht der ambulanten und stationären Leistungserbringenden. Ziel ist, Barrieren und Verbesserungsmöglichkeiten zu identifizieren, um eine optimale Anschlussversorgung gewährleisten zu können. Die Erhebung ist eingebettet in das vom Innovationsfond des Gemeinsamen Bundes-Ausschusses (G-BA) geförderte Forschungsprojekt „E2-PSY: Evaluation des Entlassmanagements nach § 39 Absatz 1a SGB von (teil-)stationär-psychiatrisch behandelten Menschen“.
Beteiligen können sich Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, die im ambulanten oder im (teil)stationären Bereich Menschen mit psychischen Erkrankungen versorgen. Ebenso können Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten in Ausbildung den Fragebogen ausfüllen.
Gefragt wird beispielsweise nach Kooperationen, der Beteiligung an Netzverbünden zur ambulanten Komplexbehandlung gemäß der Richtlinie über die berufsgruppenübergreifende, koordinierte und strukturierte Versorgung insbesondere für schwer psychisch kranke Versicherte mit komplexem psychiatrischen oder psychotherapeutischen Behandlungsbedarf (KSVPsych-R) oder nach Kommunikationswegen für Entlassbriefe.
Der Fragebogen kann hier online ausgefüllt werden [externer Link] und ist bis zum 30.04.2026 freigeschaltet. Seine Bearbeitung nimmt rund ca. 20 Minuten in Anspruch. Alle Angaben werden anonymisiert übermittelt, gespeichert und ausgewertet.
- Online-Studie „Bereitschaft zur Behandlung von Patient*innen mit extremistischen Einstellungen“
Wie gehen Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten damit um, wenn Patientinnen oder Patienten extreme politische oder religiöse Ansichten vertreten? Und wovon hängt es ab, ob sie bereit sind, diese therapeutisch zu begleiten? Mit diesen Fragen befasst sich die Online-Studie „Bereitschaft zur Behandlung von Patientinnen und Patienten mit extremistischen Einstellungen“ der Universität Regensburg.
Die Studie wird am dortigen Lehrstuhl für Sozialpsychologie durchgeführt und richtet sich an angehende und approbierte Psychologische Psychotherapeutinnen und Psychologische Psychotherapeuten, Kinder und Jugendlichenpsychotherapeutinnen und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten sowie ärztliche Psychotherapeutinnen und ärztliche Psychotherapeuten. Ziel ist es, Erfahrungen im Umgang mit extremistisch eingestellten Patientinnen und Patienten systematisch zu erfassen und mögliche Zusammenhänge zwischen Therapeutenmerkmalen ¬– zum Beispiel Persönlichkeitsfaktoren oder Mentalisierungsfähigkeit ¬– und der Behandlungsbereitschaft zu untersuchen. Die Fragestellung ist im sozialpsychologischen Forschungsfeld verortet und bezieht Radikalisierungsprozesse im klinischen Kontext mit ein.
Die Datenerhebung erfolgt über eine anonyme Online-Befragung mit einer Bearbeitungszeit von rund 15 bis 20 Minuten. Neben Fragen zu beruflichen und demographischen Merkmalen werden Fallvignetten vorgelegt, in denen Patientinnen und Patienten mit extremistischen Einstellungen beschrieben werden. Eine Teilnahme ist bis zum 30. April 2026 möglich.
Interessierte finden den Fragebogen der Studie [externer Link] unter diesem Link.
- Online-Studie zur ambulanten Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Post-COVID
Die Universität Kiel lädt Psychologische Psychotherapeutinnen und Psychologische Psychotherapeuten sowie Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutinnen und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten ein, an der Online-Studie „Erfahrungen mit der ambulanten Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Post-COVID“ teilzunehmen. Das Projekt ist 2024 gestartet und als Langzeitstudie über einen Zeitraum von vier Jahren angelegt. Untersucht wird, vor welchen praktischen Herausforderungen Behandelnde stehen und welche strukturellen Anpassungen sie als notwendig erachten. Ziel ist es, fundierte Impulse für die Weiterentwicklung der ambulanten Versorgung zu leisten.
Die Studienteilnahme erfolgt in Form eines Interviews von rund 45 Minuten per Zoom oder Telefon. Das Gespräch wird aufgezeichnet, anonymisiert transkribiert und anschließend gelöscht. Erfasst werden nur wenige Basisdaten wie Alter, Geschlecht und berufliche Angaben. Im Mittelpunkt stehen Erfahrungen aus der Versorgungspraxis – beispielsweise der Umgang mit unspezifischen Symptomen, besondere diagnostische Herausforderungen oder ein erhöhter Bedarf an interdisziplinärer Abstimmung.
Die Ergebnisse werden anonymisiert ausgewertet und veröffentlicht. Die Studie wird vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) gefördert und ist Projektteil eines Forschungsverbunds, an dem auch die Universitäten Tübingen und Würzburg beteiligt sind. Die Projektleitung liegt bei Prof. Dr. Hanna Kaduszkiewicz vom Institut für Allgemeinmedizin des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH).
Interessierte können sich per E-Mail zur Teilnahme an der Studie melden: LTPC.kiel@uksh.de
Nähere Informationen zum Forschungsprojekt finden sich unter dieser Adresse [externer Link].
- „Wirksamkeit der Mentalisierungsbasierten Therapie für Patientinnen und Patienten mit der Borderline-Persönlichkeitsstsörung“ – Studie der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie des LVR-Klinikums Düsseldorf
Das LVR-Klinikum Düsseldorf sucht für die magnet-Studie zur Behandlung von Patientinnen und Patienten mit einer Borderline-Störung [PDF, 534 KB] Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten im Umkreis von Düsseldorf und Köln.
Teilnehmen können Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten mit Fachkunde in Verhaltenstherapie (VT) oder tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie (TP), die bereits approbiert sind oder deren Ausbildung fortgeschritten ist. Im Rahmen der Studie würden sie etwa ein Jahr lang Patientinnen bzw. Patienten mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung im Einzelsetting entweder mit der Mentalisierungsbasierten Therapie (MBT) oder mit den genannten Richtlinienverfahren behandeln. Ihre Therapiesitzungen würden sie auf Video aufzeichnen. Die Abrechnung erfolgt wie üblich über die Krankenkassen. Zusätzlich würden sie nach jeder Therapiesitzung eine kurze Online-Abfrage ausfüllen.
Die Studienteilnehmenden erhalten
• eine kostenfreie, dreitägige Fortbildung in MBT (Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, die in der Studie MBT anwenden, vor der Behandlung, Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, die in der Studie TP oder VT anwenden, nach der Behandlung)
• eine Aufwandsentschädigung von 200 EUR pro Patientin bzw. Patient (neben der gewohnten Abrechnung über die Krankenkassen)
• online MBT-Gruppensupervision (bei der Anwendung von MBT) oder können zwischen online TP- bzw. VT-basierter Gruppensupervision und einer Supervisionspauschale von 300 EUR pro Patientin bzw. Patient wählen (bei TP- oder VT-basierter Therapie)
• eine vorliegende umfangreiche Anfangsdiagnostik der Patientinnen und PatientenDie magnet-Studie ist die erste große, multizentrische und randomisiert-kontrollierte Erhebung in Deutschland im ambulanten Bereich, die sich mit der Wirksamkeit der MBT bei Patientinnen und Patienten mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung im Vergleich zur Behandlung mit VT und TP befasst. Die Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der LVR-Kliniken Düsseldorf beteiligt sich als eines von fünf Studienzentren an von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Studie.
Primäres Ziel des Forschungsprojekts ist, die in die Studie eingeschlossenen Therapieformen hinsichtlich der Reduktion von Suizidalität und von selbstverletzendem Verhalten sowie weiterer behandlungsrelevanter Aspekte zu vergleichen. Das übergeordnete Anliegen ist, die ambulante psychotherapeutische Versorgung von Patientinnen und Patienten mit der Borderline-Persönlichkeitsstörung in Deutschland zu verbessern.
Die Studie läuft bis Ende 2028.
Kontakt für interessierte Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten:
Leoni Weintz
Wissenschaftliche Mitarbeiterin Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
LVR-Klinikum Düsseldorf
E-Mail: Leoni.weintz@lvr.de
Tel.: 0211 922 4783