Der elektronische Heilberufsausweis für Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten

Der Gesetzgeber hat im Sozialgesetzbuch Fünftes Buch (SGB V) festgelegt, dass wesentliche Funktionen der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) von gesetzlich Krankenversicherten nur in Verbindung mit einem elektronischen Heilberufsausweis (eHBA) oder einem entsprechenden Berufsausweis genutzt werden können. Der Heilberufsausweis für Psychologische Psychotherapeutinnen und Psychologische Psychotherapeuten sowie für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutinnen und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten ist der elektronische Psychotherapeutenausweis (ePsychotherapeutenausweis, ePtA). Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten beantragen ihn bei einem Vertrauensdiensteanbieter (VDA) ihrer Wahl.

Für einen reibungslosen Ablauf haben wir auf unserer Informationsseite zur Antragstellung wichtige Hinweise zusammengestellt. Am Ende dieser Hinweise sind die Portale der Anbieter verlinkt.

Bei der Beantragung ihres elektronischen Psychotherapeutenausweises geben Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten gegenüber dem VDA die für die Ausweiserstellung notwendigen Daten an. Die Psychotherapeutenkammer NRW hat die Aufgabe, diese Daten abzugleichen und zu verifizieren. Dafür benötigt die Kammer eine amtlich beglaubigte Kopie Ihrer Approbationsurkunde und ggf. Ihrer Promotionsurkunde, alle aktuellen Daten zu Ihrer beruflichen Tätigkeit (Adresse und Art sämtlicher Tätigkeiten) und Ihre Privatanschrift. Sollten Sie die beglaubigte Kopie bereits zu einem früheren Zeitpunkt eingereicht haben, brauchen Sie dies nicht erneut zu tun. Haben Sie diese Unterlagen der Kammer bisher nicht übermittelt, schicken Sie bitte eine amtlich beglaubigte Kopie Ihrer Approbationsurkunde und ggf. Ihrer Promotionsurkunde per Post an die Psychotherapeutenkammer NRW, Willstätterstraße 10, 40549 Düsseldorf. Sollten sich die Angaben zu Ihrer beruflichen Tätigkeit (Adresse und Art sämtlicher Tätigkeiten) geändert haben, schicken Sie uns Ihre aktuellen Daten bitte umgehend per E-Mail an info(at)ptk-nrw.de zu.

Derzeit sieht der Gesetzgeber Honorarkürzungen bei Leistungserbringenden in der ambulanten Versorgung vor, die den elektronischen Heilberufsausweis nicht bis zum 1. Juli 2021 vorweisen können. Der 38. Deutsche Psychotherapeutentag fordert in seiner Resolution „Keine Sanktionen für unverschuldete Verzögerung“ [PDF, 122 KB], die in § 341 Absatz 6 SGB V vorgesehene Honorarkürzung ersatzlos zu streichen. 

Weitere Informationen bieten der Newsletter 3/2020 [PDF, 1.9 MB] der Psychotherapeutenkammer NRW und die Praxis-Info „Elektronischer Psychotherapeutenausweis“ der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) [PDF, 327 KB]. Ansprechpartnerin für Fragen zum elektronischen Praxisausweis (SMC-B) oder zu KIM, dem Kommunikationsdienst im Medizinwesen sind die Kassenärztlichen Vereinigungen.

Was ist der elektronische Psychotherapeutenausweis? Wer benötigt den elektronischen Psychotherapeutenausweis? Welche Funktionen erfüllt der elektronische Psychotherapeutenausweis? Welche Vorteile eröffnet der elektronische Psychotherapeutenausweis? Ab wann benötigen Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten ihren Heilberufsausweis? Wo beantragen Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten ihren Ausweis? Wie läuft der Beantragungs- und Ausgabeprozess ab? Warum muss der Vertrauensdiensteanbieter selbst gewählt werden? Welche Daten benötigt die Psychotherapeutenkammer NRW von den Antragstellenden? Welche Kosten fallen an? Wie lange ist der elektronische Psychotherapeutenausweis gültig, was ist bei Umzug, Kammerwechsel und Verlust zu tun?

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